Rattanpalme oder Rotangpalme ist der gemeinsame Name für eines von zahlreicher Spezies von Kletterpalmen, die haupsächlich in den tropischen Waldgebieten Südost Asiens vorkommen. Bekannt sind 600 verschiedenen Rattanarten. Ca. 40 davon lassen sich zu Möbeln verarbeiten.

Rattanpalmen haben haben lange, schlanke Stämme (Lianen), die einen fast einheitlichen Durchmesser durch die ganze Länge beibehalten. Der Stamm kann bis zu 182 m lang werden. Die äussere Schicht des Stammes ist äußerst hart und dauerhaft. Der innere Teil ist weicher und etwas porös.

Zum Abbau werden die Stämme an der Basis der Planze geschnitten. Dann werden die Stämme von den Blättern befreit und in verarbeitungsfähige Länge geschnitten. Die dickeren Stämme werden hauptsächlich zur Herstellung von Spazierstöcken und Rohrmöbeln verwertet, während aus den dünneren, langen Ästen Körbe, Matten, Schnüre und andere Gewebe gemacht werden.

Rattan, ein nachhaltiges Produkt auch zum Schutz des Regenwaldes.

Rattanplantagen ermöglichen in Malaysia, Thailand und weiteren Ländern die sinnvolle Nutzung von großen brachliegenden Flächen. Der konventionelle Abbau in den tropischen Wäldern wird durch die Rattanplantagen reduziert. Rattangärten schaffen Arbeitsplätze für die  ländlichen Bevölkerung.

Sie müssen zu ihrem zu Überleben nicht mehr im konventionellen Rattanabbau große Bäumen fällen. Die Arbeit in den Rattangärten ist lukrativer als Ackerbau und Viehzucht. Damit wird die Bevölkerung nicht mehr veranlasst, den Regenwald großflächig abzubrennen.